Queer*Fem_fest

Barrieren?!?

Wir haben uns Mühe gegeben unser Fest so zugänglich wie es uns möglich war zu gestalten

– es wird ein rohlstuhlgerechts Klo geben

– keine der Veranstaltungen kostet Eintritt (wenn ihr was Spenden könnt freuen wir uns aber)

– Es wird eine Spielecke für Kinder geben und auch sonst versuchen wir eine möglichst kinderfreundliche Atmosphäre auf dem Fest zu schaffen. Für kurzfristige Betreuungen finden wir sicherlich gemeinsam an dem Wochenende eine Möglichkeit.

– bei Bedarf bieten wir Flüsterübersetzungen in die Englische Sprach an

Für einen solidarischen Umgang miteinander!
Awareness auf dem Queer*Fem_fest

Auf dem Queer*Fem_fest treffen sich unterschiedliche Menschen mit unterschiedlichen Vorstellungen darüber, wie ein angenehmer Umgang miteinander aussieht. Mit diesen Überlegungen wollen wir Denkanstöße geben, sich solidarisch zu verhalten, ohne als Polizei von oben das Miteinander zu regulieren. Weder können, noch wollen wir letzteres, weil Sensibilität gegenüber Gewaltverhältnissen nicht durch das Einhalten von Regeln erlernt wird, sondern durch dynamisches Mitdenken.

Klär im Zweifelsfall ab, ob dein Verhalten für dein Gegenüber Okay ist.
Deine Art, ein Gespräch zu beginnen, dich im Raum zu präsentieren, jemanden anzusehen, oder gar in eine sexuelle Handlung zu verwickeln kann für andere unangenehm sein. Grenzen, Wünsche und Vorstellungen sind nicht verallgemeinerbar und müssen genauso respektiert werden. Wir gestalten zwar die Rahmenbedingungen dieser Kritischen Tage, jede Person bleibt aber selbsbestimmt und trägt zur Atmosphäre bei. Achte immer darauf, dass auch anderen Personen Raum bleibt, um Anmerkungen zu machen und auf dein Verhalten zu reagieren. Es ist wichtig, dass Kritik ernst genommen wird.

Wenn du das Gefühl hast, dass deine Grenzen überschritten wurden, kannst Du dich an das Orga-Team (gekennzeichnet durch Glitzer-Buttons) wenden. Wir sitzen auch immer am Infotisch im Eingangsbereich. Du kannst die Person, die deine Grenzen überschritten hat, natürlich auch selber oder mit anderen Leuten zusammen ansprechen, ansonsten unterstützen wir dich parteiisch.
Wenn du übergriffige Verhaltensweisen an Dritten bemerkst, lass Leute nicht alleine und greif ein, wenn sie Hife brauchen. Wir möchten, dass sich alle Personen verantwortlich fühlen, nicht nur vermeintliche “Expert_innen”.

Wenn eine Person zu einer sexualisierten Handlung mit dir zustimmt, so heißt das nicht, dass es für Beobachter_innen auch in Ordnung ist. Ausziehen, wildes Rumgemache, etc. kann Leute stören.

Geschlecht und Identität sind immer eine Performance und nicht per Geburtsurkunde festgelegt. Wie sich Personen darstellen ist ihre Entscheidung und die Grundlage für deinen Umgang mit ihnen. Sprich Personen mit den Namen/Pronomen an (Pronomen sind Fürwörter für Namen, so wie “Sie” für “Angela Merkel”), mit denen sie sich selbst bezeichnen. Um ständiges Nachfragen zu vermeiden, bieten wir am Infotisch Namensschilder an, auf die ihr eure Pronomina angeben könnt. (Näheres dazu am Infotisch) Bei Diskussionen sind Formulierungen wie “Wie bereits gesagt wurde, …” manchmal besser als “wie meine Vorrednerin gerade gesagt hat, …”.

Wenn sich jemand in deiner Gegenwart nicht (mehr) wohlfühlt, setze dich damit auseinander und akzeptiere es gegebenenfalls, den Raum zu verlassen. Niemand gesteht sich leichtfertig ein, ein Schutzbedürfnis nach einer Grenzüberschreitung zu haben. Klar bist Du vielleicht verletzt, etc. Nimm Dir gerne Bezugspersonen mit, die dir helfen können diese Gefühle aufzufangen. Klär das für dich.

Für ein solidarisches, angenehmes Miteinander sind wir alle verantwortlich.
Eure fest-Orga

Kritische Tage zu den Geschlechterverhältnissenqffprogrammflyer

Wie kann ein Diskurs über Geschlechter geführt werden, ohne dass die Körperlichkeit zum Pferdefuß des Gedankens wird? Körperliche  Attribute werden von Kritiker_innen gerne als „handfeste Tatsachen“ ins Feld geführt, wenn es darum geht, sich mit den Konstruktionen  von Geschlecht zu konfrontieren. Der materiellen „Wahrheit“ kann sich eben keine_r entziehen, wird sie noch so sehr von Kleidung,  Performance, Gender umschmeichelt…oder?

„Um die Illusion zweier sauber geschiedener Geschlechter aufrecht zu erhalten, kennt unsere Sprache nur die zwei Artikel “sie” und “er”,  sowie die zwei darauf bezogenen Wortendungen, zumeist das weibliche “…in” und das männliche “…er”. Alles was außerhalb dieser  Ordnung liegt wird fortwährend verleugnet.“ (Steffen Kitty Herrmann)

Beim selbstbestimmten queer-feministischen Spektakel-Wochenende Queer*Fem_fest wollen wir in Workshops, Konzerten, Diskus-sionen, durch Ausstellungen, Film und Party die eigenen körperlichen Umrisse destabilisieren und neue Horizonte eröffnen, um zu re-konstruieren, wie wir es wollen. Welche Grenzen und Ausgrenzungen stellen sich widerständigen Praktiken? Wo gehen sie von gut gemeinten, aber letztlich problematischen emanzipatorischen Ansätzen selbst aus? Und wo von der Gesamtscheiße (Patriarchat, Kapitalismus, Nation&Grenzregime…), die, als queer-feministischen Befreiungsversuchen vorgelagerte, doch auch immer ins Visier genommen werden muss? Welche Rolle spielt die Frau* in der allgemeinen Emanzipation der Geschlechter, schließlich des Menschen?

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